Hauptvortrag von Dr. Johannes Hartl am Adoray Festival 2017

 

Junge Glaubensfreude

Für den eigenen Glaubensweg sind sowohl die persönliche Erfahrung Jesu und der Aufbau einer lebendigen Beziehung zu Gott wie auch der Anschluss zu Gleichgesinnten entscheidend. Grössere Treffen mit Momenten des Lobpreises, Katechesen und Workshops können diesen Prozess unterstützen. In diesen kommt zum Ausdruck, dass der Glaube auch die Emotionen umfängt. Dass die Beschäftigung mit Glaubensfragen Auseinandersetzung in Gesprächen, Diskussionen, mit Nachhacken… beinhaltet. Die Treffen bieten weiter Gelegenheiten Anregungen für das eigene geistliche Leben zu erhalten, beispielsweise singend und mit verschiedenen Körperhaltungen beten zu lernen.

Wir haben uns entschlossen, interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Preisvergünstigungen sowie organisierter und begleiteter Reise solche Erfahrungen leichter zu zugänglich zu machen. So haben wir aus den vielen Angeboten vier ausgewählt. In Ergänzung zur Katechese in der Pfarrei haben wir fürs neue Schuljahr versuchsweise die Firmlinge zur Teilnahme an einem der Glaubensfestivals ermuntert.

Adoray Festival (4.-6. Oktober 2019): Die Lobpreisabende von Adoray haben sich in den letzten Jahren auch Basel etabliert (mittwochs 19 Uhr in St. Josef). Das charismatisch angehauchte Treffen wird jeweils während der Herbstferien in Zug ausgerichtet, wo sich rund 800 Jugendliche zu Lobpreis, Katechesen und Workshops treffen. Besonderer Gast ist in diesem Jahr der amerikanische Priester James Mullon, der in zahlreiche US-Pfarreien eine neue Dynamik brachte. Die RKK unterstützt heuer die Teilnahme mit bis zu 50% (TN-Gebühr inkl. VP & Übernachtung sowie Reise). Weblink: www.adorayfestival.ch

MEHR Konferenz (3.-6. Januar 2020): Ein breites Programm von Vorträgen, Lobpreis, Konzerten, Messe-Ständen und Debatten zu Glaubensthemen (in Zusammenarbeit mit dem ökumenischen Institut der Universität Fribourg) zieht zweijährlich über zehntausend Menschen in die Augsburger Messehallen. Fürs kommende Jahr haben u.a. Samuel Koch (bekannt aus dem Unfall während „Wetten dass“) und Kurt Kard. Koch ihre Teilnahme zugesagt (www.mehrkonferenz.org).

Weltjugendtag (1.-3. Mai 2020):

Der Weltjugendtag (alle drei Jahre international; das nächste Mal 2022 in Lissabon mit voraussichtlich 1,5 Mio. Personen). In den Jahren dazwischen wird der WJT lokal ausgerichtet (2020 in Brig). Speziell sind sicherlich die Begegnungen mit den anderen Jugendlichen – insbesondere wenn man sieht, wie viele junge Katholik*innen aus der eigenen Stadt/ Region daran teilnehmen (www.weltjugendtag.ch).

Fest der Jugend (29. Mai – 1. Juni 2020): Was vor zwanzig Jahren begann, entwickelte sich zu einem jährlichen Pfingstfestival. Dieses Jahr waren es über 9‘000 Jugendliche, die den Salzburger Dom und die Plätze ringsum mit ihrer Freude in Beschlag nahmen. Zu den Specials zählen der das Musical zu Beginn, die Nacht der Versöhnung, die Pfingstmesse mit etwa 100 Firmungen sowie das Gebet über Stadt und Land auf der Festung oberhalb von Salzburg. Und an allen Tagen gibt’s mitreissenden Lobpreis sowie knackige Inputs (www.festderjugend.at).

Pascal Bamert


 

Angebote für Kinder

Kindergottesdienst
Am Sonntag, 18. August, starten die Wortgottesdienste für Kinder in die nächste Runde. Während «die Grossen» in der Kirche ins erste Lied einstimmen, versammeln sich die Jüngsten in der Taufkapelle zu ihrem Gottesdienst.

Seit bald einem Jahr wird dies von einem Team aus älteren Ministranten und engagierten jungen Erwachsenen vorbereitet und durchgeführt. Und sie haben das Angebot weiterentwickelt: So haben sie beispielsweise fürs neue Schuljahr einen Zyklus mit einer Auswahl von Geschichten und Personen aus dem Alten Testament zusammengestellt. Hierbei wird darauf Wert gelegt, aus den Erzählungen auch Folgerungen für den eigenen Weg mit Gott ziehen zu können. Beispielsweise bei der Geschichte von Abraham mit seinem Sohn Isaak: Wenn Gott Abraham einen Widder zum Opfer sandte, kann auch ich darauf vertrauen, dass Gott sieht,was ich brauche.

Die Kinder kommen während des Lieds zur Gabenbereitung oder Sanctus in die Kirche zurück.

Eltern und Grosseltern sind herzlich eingeladen dazuzukommen.

Die Kindergottesdienste finden an Sonntagen ausserhalb der Schulferien statt und dauern jeweils 20 bis 30 Minuten.


«Freunde Jesu»
Für diese Treffen in der Pfarrei sei der Name Programm: Sie sollen Anregung zur Gestaltung der eigenen Freundschaft mit Jesus sein, die in der Taufe grundgelegt und im Zug der Vorbereitung der ersten Kommunion vertieft wurde. In spielerischen Treffen wollen wir Jesus persönlicher kennenlernen.
In den anderen Treffen möchten wir lernen, mit Gesang und Musik unseren Aufs und Abs im Leben Stimme zu verleihen, sie lobend und flehend vor Gott zu bringen und ihn in dieser Weise in unserem Alltag zu erfahren.
Diese Treffen sind für Kinder der 4./5. Klasse nach der Erstkommunion und in Ergänzung zum schulischen Religionsunterricht konzipiert. Wir beginnen an ausgewählten Daten (i.d.R. zweiwöchentlich) im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst.
Die Angebote sind zweierlei: Zum einen das Kindersingen, zum anderen die Kinderkatechese.
Das Kindersingen findet unter Federführung unseres Organisten Matthias Wamser statt. Er ist Vater einer Tochter und hat bereits in seiner früheren Anstellung in Stein AG mit einem Kinderchor Erfahrungen in der musikalischen Pädagogik gesammelt.

Die lockeren Singrunden starten erstmals im Oktober. Nach einigen gemeinsamen Einheiten werden die Kinder jeweils einen Sonntagsgottesdienst musikalisch mitgestalten dürfen.


Die Kinderkatechese wird von Vidya Fernando betreut. Sie ist Mutter eines kleinen Jungen und verfügt über zahlreiche Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit aus der tamilischen Sprachmission. Die spielerisch gestalteten Einheiten greifen Themen aus dem christlichen Leben übers Jahr auf (z.B. Advent).

Das erste Treffen findet am 1. September statt.
Die Termine können einzeln wie auch projektweise besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos zu diesem Angebot (wie die Daten) entnehmen Sie bitte den aufliegenden Faltblättern.
In den nächsten Jahren soll der Sonntag als Moment der Begegnung der Pfarrei gestärkt und die Katechese weiter adiversifiziert werden. Was wünschen Sie für sich, Ihre Kinder oder Enkel? Gerne nehmen wir Ihre Erfahrungen und Wünsche entgegen.

Pascal Bamert


 

Der WJT hat meine Erwartungen übertroffen!

Vom 5. bis 7. Juli trafen sich in Luzern mehr als 600 katholische Jugendliche und junge Erwachsene zur Deutschschweizer Ausgabe des Weltjugendtages. Aus Basel folgten 31 Junge der Einladung. Zusammen mit der Basler Gruppe fuhr ein halbes Dutzend aus der Agglomeration mit.

Die Innerschweizer hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Katechesen, Lobpreises, Gottesdienste, dreissig verschiedene Workshops zu Themen wie Gebet, Sexualität, Nachhaltigkeit … und Konzerte (auf einer Bühne unterhalb der Hofkirche: CalledOut Music, DJ FreeG, Adam’s Wedding). Es herrschte eine tolle Ambiance: Die Stadtkirche war von Marktständen flankiert; Barbetrieb, gemütliche Lounge.

Trotz der wetterbedingt abgesagten Prozession waren die Anwesenden begeistert – so auch der sechzehnjährige Diego, von dem das Zitat im Titel stammt. Er hatte Impulse von Hauptamtlichen, etwas Bewegung und Austausch erwartet. Es war jedoch ein richtiges Festival. Ja, mehr: Es war eine Gelegenheit, die Freude am christlichen Glauben zu teilen und diesen zu vertiefen. Die drei Tage standen unter dem Motto «Dein Wille geschehe» und wurden von Jugendlichen vor Ort und jungen Erwachsenen der ARGE Weltjugendtag auf die Beine gestellt.

Beim Sonntagsgottesdienst mit über tausend Mitfeiernden platzte der barocke Bau aus allen Nähten. Die Pfarreiangehörigen und die Gastfamilien der Teilnehmer liessen sich von der Fröhlichkeit und vom Tiefgang anstecken. Nach der hl. Messe waren alle zum Essen eingeladen, welches uns die Gruppen der verschiedenen Sprachmissionen vorbereitet hatten.

Der Weltjugendtag in Luzern bot auch Gelegenheit fürs Wiedersehen. Die Basler/ innen trafen auf Ruedi Beck, früherer Domherrn des Stadtkantons und nun als Pfarrer der Luzerner Hofkirche unser Gastgeber. Marcus Scheiermann – früherer Pfarrer von St. Clara – war als Gastredner dabei. Jene, die im Frühjahr am internationalen WJT in Panama waren, grüssten bekannte Gesichter aus der ganzen Deutschschweiz.

Auf Initiative eines Teilnehmenden trugen alle Basler/innen ein Namensetikett mit dem Kantonswappen. Da manche bereits beim Aufbau halfen oder individuell anreisten, konnten wir uns in der Masse dennoch leicht identifizieren, ins Gespräch kommen und Freundschaften für die Zeit nach dem Glaubensfestival schliessen. Und so kam es, dass die Gruppe vom Rheinknie etwas herausstach. «Die Basler sind die neuen Walliser (für ihren Lokalpatriotismus bekannt)», wurde scherzhaft kommentiert. Doch die Idee hatte etwas für sich; gar der welsche Jugendbischof Alain de Raemy bat um ein Kantonswappen, das er sich in die Innenseite seines Jacketts heftete.

Du warst dieses Jahr (noch) nicht dabei? Gleich den 1. bis 3. Mai 2020 in der Agenda anstreichen – dann gehts nach Brig!

Pascal Bamert