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St. Anton von der Burgfelderstrasse aus

 

Willkommen in der Pfarrei St. Anton in Basel

Maria – Jungfrau und Gottesmutter

Menschen, welche anspruchslos und mit wenig zufrieden sind, haben etwas Faszinierendes an sich. Sie sind, in der Regel, offen für den Augenblick und flexibel. Auf eine streng einzuhaltende Planung legen sie wenig Wert.

Maria, die Mutter Jesu, war eine Frau dieser Art, dazu eine besondere Schöpfung Gottes, eine Begnadete. Denn sie erkannte, was notwendig war in dem Augenblick, als der Engel Gabriel sie überraschte (Lk 1,29). Nachdem dieser sie über den Plan Gottes informiert hatte, fragte Maria ganz praktisch: «Wie soll das geschehen […]?»

Auch heute gibt es Menschen, welche offen und wachsam für den Moment leben. Als ich kürzlich in einen gut besetzten Zug stieg, beobachtete ich, wie etwas später ein Mann ein Abteil wählte, in dem allein eine Buch lesende Frau sass. Sofort nahm sie den Besuch wahr, blickte zu ihm auf und bot ihm indirekt ihren Platz an. Sie fragte: «Sitzen sie lieber in Fahrtrichtung? Mir spielt es keine Rolle.» Diese zuvorkommende Einladung erstaunte mich. Sie erinnert mich an die biblische Wachsamkeit (Mt 24,42f).

Am 8. Dezember feiern wir das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Es bedeutet, dass Maria bereits vor dem Besuch des Engels von Gott auserwählt war und in seinem Erlösungsplan einen entscheidenden Platz einnimmt. Die Kirche begründet das Dogma der «Unbefleckten Empfängnis Mariens» mit dem «einzigartigen Gnadenprivileg des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi.» (Ineffabilis Deus). Für uns kann dieses Fest eine Einladung sein, über unsere Berufung als Getaufte nachzudenken.

Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit

Beat Reichlin


 

Rorate

Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum: Tauet, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten! Diesen Ruf aus dem Buch Jesaja (Jes 45,8) kennen wir in der Form des zuerst im Jahr 1622 gedruckten Adventslieds O Heiland, reiss die Himmel auf, wo er in der zweiten Strophe fast wörtlich erscheint: O Gott, ein Tau vom Himmel giess,/im Tau herab, o Heiland, fliess./ Ihr Wolken, brecht und regnet aus/den König über Jakobs Haus.
Wir kennen den Beginn des lateinischen Textes aber auch durch die Roratemessen, die wir in den ersten Wochen der Adventszeit am frühen Morgen in der nur von Kerzen beleuchteten Kirche feiern. Wer den ersten Termin in diesem Jahr (30. Nov.) nicht wahrnehmen konnte, hat am 7. und 14. Dez. noch gute Gelegenheiten und ist dann natürlich auch zum anschliessenden gemeinsamen Zmorge herzlich eingeladen!
Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil hatten die Roratemessen vor allem einen starken Bezug zu Maria; sie wurden auch Engelamt genannt, da das Evangelium von der Verkündigung des Herrn durch den Engel Gabriel vorgetragen wurde. Die liturgische Erneuerung hat wieder stärker den Hauptinhalt der Adventszeit in den Vordergrund gerückt, wie er auch im Vers Rorate caeli ausgedrückt wird: Die sehnsüchtige Erwartung des Herrn in einer erlösungsbedürftigen Welt und die Vorbereitung auf die Ankunft des Herrn. Viele Lieder für die Advents- und Weihnachtszeit finden starke Worte dafür, dass das Licht des Weihnachtsfestes in einer dunklen Welt erstrahlt, z.B. das Weihnachtslied KG 354 (Christus wird geboren in den Schmerz der Zeit) oder das Adventslied KG 306 (Das Volk, das noch im Finstern wandelt), das die biblische Vision einer gewaltfreien Welt in deutlichen Worten umsetzt. Der Vers Rorate caeli begegnet uns wieder als Eröffnungsvers des vierten Adventssonntags. Deshalb singen wir am Beginn der Gottesdienste an jenem Sonntag auch das oben erwähnte alte Lied O Heiland, reiss die Himmel auf.

Matthias Wamser


 


 

 Adventstage

Advent verweist uns auf die Ankunft des Herrn. Diese besteht in einem dreifachen Sinne: vor 2016 Jahren in Betlehem, heute in unserem Leben und am Ende der Zeiten. Dabei kommt es immer auf dasselbe an: Dass wir den Herrn voll Liebe und Freude aufnehmen.
Bei der Ankunft in Betlehem können wir am Beispiel unterschiedlicher Menschen beobachten, was diese Ankunft bei Annahme oder Ablehnung bedeutet.
Die Ankunft und Aufnahme in unserem Leben hat verschiedene Dimensionen: Wir haben verschiedene Adventsbräuche, die uns helfen, unser Herz für ie Ankunft des Herrn zu öffnen: Kerzenlicht erhellt die Dunkelheit und führt uns in die Ruhe, die uns für den Herrn bereitet.
Die zunehmende Zahl der Lichter am Adventskranz weist uns auf das heranrücken­de Geheimnis hin.
Die «Roratemessen» lassen uns mit der Gottesmutter auf den menschgewor­de­nen Gott schauen.
Leider etwas in Vergessenheit geraten ist das adventliche Fasten. Es möchte uns darauf hinweisen, dass wir noch nicht in der Fülle leben, dass das ganz grosse erst mit dem Ende der Adventszeit kommt, d.h. mit der Geburt des Herrn. Die Haltung des Wartens und der Erwartung ist denn auch die typische Haltung für den Advent.
Dieser Haltung entspricht auch die freundliche Begrüssung des Erwarteten. Und gerade hier weist uns die Liturgie auf geheimnisvolle Weise darauf hin, dass der, den wir erwarten, bereits da ist, mitten unter uns.
Die Begrüssungsformel im Gottesdienst heisst: «Der Herr sei mit euch» und wird beantwortet mit «und mit deinem Geiste ».
Das einerseits der Zuspruch, dass der erwartete Herr (Christus) bereits im Volk Gottes gegenwärtig ist.
Die Antwort dieses Volkes («und mit deinem Geiste») bedeutet andererseits, dass derselbe Herr auch «im Geist», d.h. im Amt des Priesters gegenwärtig ist.
Einige erwarten dann noch eine «persönliche Begrüssung». Aber es gibt keine schönere und passendere Form der Begrüssung, als die von der Liturgie vorgegebene. Jede Verdoppelung wäre nur belangloses Gerede.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesem Advent dem Herrn, den wir in der Liturgie begrüssen, auch in ihrem alltäglichen Leben begegnen und ihn aufnehmen können. Dazu mögen Ihnen die Adventstage und die Pflege des Adventsbrauchtums eine wertvolle Hilfe sein

Stefan Kemmler, Pfarradministrator


 

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